Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg fördert für die Laufzeit von drei Jahren an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ein Forschungs- und Nachwuchskolleg zum Thema „Didaktik des digitalen Unterrichts: Digital gestützte Lehr-Lernsettings zur kognitiven Aktivierung (Di.ge.LL)“.

Im Rahmen des wissenschaftlichen Nachwuchsprogramms sind zum oben genannten Forschungs- und Nachwuchskolleg zum nächstmöglichen Zeitpunkt

drei Stellen als Akademische/r Mitarbeiter/-in (m/w/d) nach TV-L E13 (65%) bzw.
per Abordnung (bis Besoldungsgruppe A 13, 70%)
Kennziffer 604

zu besetzen. Abgeordnet werden können Lehrpersonen, die an allgemeinbildenden Schulen oder beruflichen Schulen in Baden-Württemberg unterrichten. Die jeweilige Stelle bzw. Abordnung ist auf drei Jahre befristet (die Befristung der TV-L Stellen erfolgt nach §2 Abs. 1 WissZeitVG) und mit einer Lehrverpflichtung von zwei Semesterwochenstunden (SWS) und zur Mitarbeit bei den sonstigen Aufgaben des Faches und der Pädagogischen Hochschulen Freiburg verbunden. Ziel der Stellen ist die Promotion oder Habilitation in einem der unten genannten Teilprojekte des Forschungs- und Nachwuchskollegs. Bei Abordnungen ist über den Stand der Promotion bzw. Habilitation dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg jährlich bis zum Abschluss der Promotion bzw. Habilitation zu berichten.

Das Forschungs- und Nachwuchskolleg, das den Titel „Didaktik des digitalen Unterrichts: Digital gestützte Lehr-Lernsettings zur kognitiven Aktivierung (Di.ge.LL)“ trägt, zielt darauf ab, in 12 Teilprojekten (neun wurden bereits besetzt) forschungsbasierte Lehr-Lernmethoden mit digitalen Tools für den Einsatz in der bestehenden Unterrichtspraxis zu entwickeln und empirisch zu fundieren. Dabei wird Grundlagenwissen über erfolgreiche digitale Unterstützung fachlicher Lehr-Lernprozesse generiert. Ein besonderer Fokus liegt auf der kognitiven Aktivierung in Phasen der Erarbeitung neuer Inhalte – einem Bereich, der in hohem Maße von der medialen und fachdidaktischen Qualität der eingesetzten digitalen Lehr-Lernsettings abhängt und aktuell in Forschung und Praxis noch zu wenig Beachtung findet.

Teilprojekt 10:

Creative Literacies in Music. Funktionalität und Originalität der Elaboration musikalischer Gestaltungsaufgaben mit generativen Multi-Track Tools und Musiklernapp
Projektleitungen: Prof. Dr. Silke Schmid, Musik und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Freiburg; Prof. Dr. Georg Brunner, Musik und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Freiburg
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Silke Schmid (silke.schmid@ph-freiburg.de)

Im Teilprojekt werden Kreationsprozesse und -produkte im Kontext musikalischer Gestaltungsaufgaben mit Multi-Track Musiksoftware (z.B. Fruity Loops Studio/ Ableton) und Musiklernapp (z. B. TabDo) initiiert und hinsichtlich förderlicher Faktoren mit Blick auf das Lernziel musikalisch-ästhetischer Gestaltungskompetenz (creative literacy in music) (CLM) untersucht.

Teilprojekt 11:
Spieltaktisches Lernen mittels digitaler Analysetools
Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Nicolaus, Sportwissenschaft und Sport, Pädagogische Hochschule Freiburg; Jun.-Prof. Dr. Anne-Christin Roth, Sportwissenschaft und Sport, Pädagogische Hochschule Freiburg
Ansprechpartnerin: Jun.-Prof. Dr. Anne-Christin Roth (anne.roth@tu-dortmund.de)

Ein erstes Ziel im Teilprojekt ist, eine digitale Lernumgebung zur Förderung spieltaktischer Lernprozesse im Spiel zu entwickeln bzw. zu erproben, in der Videoanalysetools zur selbstgesteuerten Analyse eigener Spielsituationen eingesetzt werden (über die dazu ggf. erforderlichen Programmierkenntnisse müssen Bewerber*innen nicht selbst verfügen). Ein anknüpfendes Ziel ist es, mit dieser Lernumgebung zu untersuchen, wie spieltaktischer Wissenserwerb und -anwendung im Spiel durch die digitalen Analysetools unterstützt werden können. In einem quasi-experimentellen Design wird die Wirkung der Analysetools auf den Lernerfolg untersucht.

Teilprojekt 12:
Digitales Zeichnen im Kunstunterricht. Medienspezifische bildnerische Potenziale erfahren und nutzen lernen.
Projektleitung: Jun.-Prof. Dr. Nadia Bader, Kunst und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Freiburg; Prof. Dr. Thomas Heyl, Kunst und ihre Didaktik, Pädagogische Hochschule Freiburg
Ansprechpartnerin: Jun.-Prof. Dr. Nadia Bader (nadia.bader@ph-freiburg.de)

Im Teilprojekt werden Prozesse digitalen Zeichnens initiiert (z.B. in der Software Autodesk Sketchbook) und hinsichtlich förderlicher Faktoren untersucht, die einen souveränen Umgang mit den technischen Möglichkeiten sowie mit den bildnerischen Potenzialen des spezifischen Tools unterstützen (Bild- und Medienkompetenz).

Bewerbungsvoraussetzungen sind:

  • Promotionsberechtigung (in der Regel mind. 8-semestriges Lehramtsstudium mit überdurchschnittlichem Staatsexamen oder Masterabschluss) mit einer für die Ausrichtung des Kollegs einschlägigen Fächerkombination.
  • Habilitandinnen und Habilitanden müssen zum Zeitpunkt der Abordnung promoviert sein
  • Bei Abordnung: Tätigkeit als verbeamtete Lehrperson in der Laufbahn des gehobenen oder höheren Dienstes bis zur Besoldungsgruppe A 13.

Informationen zum Forschungs- und Nachwuchskolleg „Didaktik des digitalen Unterrichts: Digital gestützte Lehr-Lernsettings zur kognitiven Aktivierung (Di.ge.LL)“ und den Teilprojekten finden Sie hier:

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung unter Bezugnahme auf das betreffende Teilprojekt mit allen relevanten Unterlagen (Motivationsschreiben, Lebenslauf, Kopie des Zeugnisses der Hochschulzugangsberechtigung, Kopie des Zeugnisses der Staatsprüfung(en) und Kopie der dienstlichen Beurteilung, sowie Nennung der Personalnummer) bis spätestens 15. September 2021 über unser Bewerbungsportal unter https://stellenangebote.ph-freiburg.de ein.

Sensibiltät in genderspezifischen Belangen wird erwartet.

Die Pädagogische Hochschule Freiburg versteht sich als familienfreundliche Hochschule. Es gehört zudem zu den strategischen Zielen der Hochschule, den Anteil von Frauen in Forschung und Lehre deutlich zu steigern. Bewerbungen geeigneter Frauen sind deshalb besonders erwünscht. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen gegenüber männlichen Bewerbern bevorzugt eingestellt.

Schwerbehinderte erhalten bei gleicher Eignung den Vorzug.

Bei Rückfragen zu einzelnen Teilprojekten wenden Sie sich bitte an die oben genannten Ansprechpartnerinnen. Bei allgemeinen Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Sprecherinnen und Sprecher des Kollegs an der Pädagogischen Hochschule Freiburg:

und an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg:

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