Lehrkräfte bleiben Lernende – und das über viele Jahre im Beruf hinweg.

Eine neue Längsschnittstudie der Universitäten Freiburg und Potsdam, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation zeigt: Das pädagogisch-psychologische Wissen von Mathematiklehrkräften nimmt im Durchschnitt deutlich zu – selbst lange nach dem Studium.

Besonders stark wächst dieses Wissen im Referendariat, wenn angehende Lehrkräfte intensive Praxiserfahrungen im Klassenraum sammeln und eng begleitet werden. Doch auch danach entwickelt sich das professionelle Wissen weiter. Entscheidend ist dabei nicht nur Erfahrung, sondern vor allem die systematische Reflexion des eigenen Unterrichts, etwa in Mentoring-Formaten, kollegialer Beratung oder Fortbildungen.

Laut Studienleiterin Prof. Dr. Thamar Voss unterstreichen die Ergebnisse, wie wichtig es ist, die professionelle Entwicklung von Lehrkräften über die gesamte Berufslaufbahn hinweg zu unterstützen – wovon am Ende vor allem die Schülerinnen und Schüler profitieren.

Bild Alexander Renkl
  • Professionalisierung von Lehrkräften
  • evidenzbasierte Praxis in Schule und Lehrer*innenbildung

Die Studie ist in der Fachzeitschrift Contemporary Educational Psychology erschienen:

Bönke, N., Sajjad, T., Voss, T. (2026). They keep on learning: Teachers’ pedagogical/psychological knowledge increases over 15 years in the teaching profession. Contemporary Educational Psychology, 85, 102459. https://doi.org/10.1016/j.cedpsych.2026.102459